Wachstumszeit der Früchte

Williams-Christbirne vor der Reifephase

Jahreskreislauf in der Fein-Brennerei Prinz

Vom Wachstum bis zur Vollreife: So entstehen Früchte für feinen Schnaps und Likör

Für echten Schnaps und feine Liköre zählt vor allem eines: die Qualität der Früchte. Deshalb begleiten unsere Obstbauingenieure die Wachstumsphase mit großer Aufmerksamkeit. Denn nur vollreife Früchte entwickeln jene Tiefe und Natürlichkeit, die hochwertige Spezialitäten aus unserer traditionellen Fein-Brennerei Prinz auszeichnen. Sonne, Regen und die Kraft der Natur prägen den Geschmack der Früchte über viele Monate hinweg. Erst wenn Früchte, wie Äpfel, Birnen, Marillen und Zwetschken ihre volle Reife erreicht haben, beginnt die Erntezeit und damit die Vorbereitung auf die Brennsaison im Herbst.

Damit Früchte während der Wachstumszeit besonders saftig, intensiv im Geschmack und hochwertig für Schnaps oder Likör werden, braucht der Obstbaum vor allem Balance: genügend Sonne, Wasser, Nährstoffe und Luft. Viele entscheidende Faktoren liegen dabei direkt in der Pflege der Obstgärten. Mehr dazu finden Sie bereits im vorigen Beitrag „Von der Blüte zur Frucht“

Viel Sonne und Licht

Sonne ist einer der wichtigsten Faktoren für die Fruchtentwicklung. Je mehr Licht die Früchte während des Sommers bekommen, desto besser entwickeln sich Süße, Fruchtcharakter und Saftigkeit. Deshalb achten auch in der Phase unsere Obstbauern weiterhin darauf, dass die Baumkrone locker bleibt und genügend Licht bis zu den Früchten gelangt.

Gleichmäßige Wasserversorgung

Früchte brauchen während des Wachstums ausreichend Wasser. Ideal ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ohne Staunässe. Zu wenig Wasser führt oft zu kleinen, trockeneren Früchten, während starke Schwankungen das Wachstum stressen können. Der Bodensee-Raum bietet dafür besonders gute Voraussetzungen: Durch das ausgeglichene Klima und regelmäßige Niederschläge werden die Obstbäume über viele Wochen hinweg natürlich mit Feuchtigkeit versorgt. Gleichzeitig wirkt der Bodensee temperaturausgleichend und hilft dabei, extreme Trockenperioden abzumildern – ideale Bedingungen für ein gleichmäßiges Wachstum und saftige Früchte. Lesen Sie mehr zum besonderen Klima am Bodensee.

Geduld bis zur Vollreife

Ein entscheidender Punkt ist die Ernte zum richtigen Zeitpunkt. Früchte entwickeln einen großen Teil ihres Geschmacks erst in den letzten Tagen vor der Vollreife. Zu früh geerntete Früchte wirken oft flacher und weniger intensiv. Für hochwertigen Schnaps oder Likör ist deshalb Geduld besonders wichtig. Vollreife Früchte bringen mehr Saft, mehr natürliche Süße und einen volleren Fruchtcharakter mit. Deshalb ernten wir pro Baum bis zu vier Mal, um jedes Mal nur die wirklich reifen Früchte zu finden.

Warme Tage und kühle Nächte

Besonders hochwertige Früchte entstehen oft dort, wo warme Sonnentage auf kühle Nächte treffen. Diese Temperaturunterschiede fördern eine langsame und ausgewogene Reife. Dadurch entwickeln Äpfel, Birnen oder Marillen mehr Frische, Tiefe und eine harmonische Struktur. Genau das macht unser Klima am Bodensee so besonders.

Die Wachstumszeit unserer Früchte

Apfel: Tradition vom Bodensee

Prinz Obstgarten Äpfel während der WachstumsphasePrinz Obstgarten Äpfel während der Wachstumsphase

Der Apfel gehört seit Generationen zu den wichtigsten Früchten unserer Region. Besonders die klimatischen Bedingungen rund um den Bodensee verleihen vielen Sorten ihren unverwechselbaren Charakter. Nach der Blüte bilden sich kleine grüne Früchte, die den ganzen Sommer über langsam heranwachsen. Mit jedem warmen Tag gewinnen die Äpfel an Saftigkeit und Süße. Besonders die kühlen Nächte im Spätsommer verleihen ihnen ihre ausgewogene Frische. Wenn sich die Obstgärten im Herbst in warme Rot- und Goldtöne färben, beginnt die Zeit der Apfelernte – der Moment, in dem die Früchte ihre volle Reife erreicht haben.

Aus alten Apfelsorten entstehen Spezialitäten wie der Alte Bodensee-Apfel 41 % vol, der winterliche Bratapfel Likör 16 % vol oder der traditionelle Gravensteiner Schnaps 40 % vol. Sie stehen für echten Genuss und die lange Tradition unserer Fein-Brennerei.

Birne: Weich, saftig und vollmundig

Birnen entwickeln sich zunächst behutsam und unscheinbar. Doch mit jedem Sommertag gewinnen sie an Größe, Saft und Süße. Erst kurz vor der Ernte erreichen sie ihren Höhepunkt und entfalten ihre feinen, harmonischen Geschmacksnoten. Viele Birnensorten werden noch leicht unreif gepflückt und reifen anschließend langsam nach. Gerade diese besondere Entwicklung macht sie zu einer wertvollen Grundlage für weiche und charaktervolle Schnäpse und Liköre.

Aus vollreifen Williams-Christbirnen entstehen in unserer Fein-Brennerei Spezialitäten wie die Alte Williams-Christbirne 41 % vol und der klassische Williams-Christbirnen Schnaps 40 % vol. Ihr weicher und runder Charakter macht sie zu einer der beliebtesten Sorten für feinen Obst Schnaps.

Zwetschke: Kräftig und herbstlich

Prinz Obstgarten Zwetschken während der WachstumsphasePrinz Obstgarten Zwetschken während der Wachstumsphase

Zwetschken wachsen langsam und ruhig dem Herbst entgegen. Über Wochen hinweg färben sich die Früchte immer dunkler, bis sie schließlich ihr tiefes Blau-Violett erreichen. Die warmen Tage des Spätsommers schenken ihnen ihre volle Kraft und ihren kräftigen Geschmack. Erst wenn die Früchte weich genug sind und sich leicht vom Baum lösen, beginnt die Ernte.

Diese spätreifen Früchte bilden die Grundlage für unsere herbstlichen Spezialitäten wie die Alte Haus-Zwetschke 41 % vol oder den beliebten Zwetschgerla 34 % vol. Besonders die natürliche Süße und der kräftige Fruchtcharakter machen Zwetschken ideal für hochwertigen Schnaps und Likör.

Marille: Die Königin des Sommers

Prinz Obstgarten Marillen während der WachstumsphasePrinz Obstgarten Marillen während der Wachstumsphase

Die Marille liebt die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres. Schon früh im Sommer tragen die Bäume ihre leuchtend orangefarbenen Früchte. Während der Wachstumszeit braucht die Marille viel Sonne und ein feines Gleichgewicht aus Wärme und Feuchtigkeit. Ihre empfindliche Blüte macht jede gute Ernte zu etwas Besonderem. Sind die Früchte vollreif, entfalten sie ihre weiche, sonnengereifte Süße und verleihen Schnäpsen und Likören ihre besondere Fruchtigkeit.

Aus diesen sonnengereiften Früchten entstehen Spezialitäten wie Alte Marille 41 % vol, Hausschnaps Marille 34 % vol, Rosen-Marillenlikör 25 % vol und unser fruchtiger Marillen Limes 16 % vol.

Das Prinz Jahr im Überblick

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Januar

Prinz Obsthof Blütezeit bei ÄpfelnPrinz Obsthof Blütezeit bei Äpfeln

Der Winterschnitt

Im Januar passiert bei uns der Winterschnitt für unsere Obstbäume. Nun ist Schonzeit im Obstgarten. Die Pflanzen können sich regenerieren und durch den Schnitt neue Kraft tanken um starke Triebe zu bekommen. Somit geht die Energie der Pflanze in die Frucht und nicht ins Holz.

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Februar

Äpfel werden geerntet mit Blick auf BodenseeÄpfel werden geerntet mit Blick auf Bodensee

Ernte

Der Bodensee und sein Klima

Warum in der Bodenseeregion besondere Äpfel und Birnen wachsen - Bodensee als natürlicher Klimaregulator (Wärmespeicher), mildes Klima, viele Sonnenstunden, ideale Bodenbedingungen, überdurchschnittlich hohe Niederschlagswerte, Voralpenklima, kalte raue Nächte, warme Sonnenverwöhnte Tage, nährstoffreiche Böden (sehr Humus-Lehm lastig)

März

Marillen in Prinz Holzkisten werden auf Qualität überprüftMarillen in Prinz Holzkisten werden auf Qualität überprüft

Kontrolle

Knospenzeit

Knospenzeit - eine der wichtigsten Phasen, in denen der Baum vom Winterschlaf erwacht und seine volle Kraft durch die Frühjahrswärme in neue Knospen, später Blüte, setzt. 

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April

Haselnüsse werden geröstetHaselnüsse werden geröstet

Verarbeitung

Blütezeit

Ein kurzer Moment mit großer Bedeutung
Warum die Obstblüte so entscheidend ist, wie Wetter und Bienen die Ernte beeinflussen und warum man jetzt besonders aufmerksam ist. Williams-Bäume sind Befruchterbäume, ohne eine Bestäubung einer anderen Sorte kommt keine Blüte, das ist dies, was insbesondere Obstbäume auch sehr lebenswert für Insekten (Bienen, Hummeln, etc.) macht. Es ist eine wahre Freude während der Blütenzeit der Natur zuzusehen, wie sie sich gegenseitig unterstützt und das leben in den Obstplantagen jeden Tag von neuem erweckt wird. Garnicht zu denken an den feinen Obstblütenhonig. 

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Apfelblüten werden zurückgeschnitten im Prinz ObsthofApfelblüten werden zurückgeschnitten im Prinz Obsthof

Blütezeit

BESONDERES KLIMA

Die klimatischen Bedingungen am Bodensee sind gemeinhin sehr günstig für den Obstanbau. Ein großer Teil der Obstbauern, von denen wir Früchte beziehen, arbeitet in dieser Region. Die Nähe zu den Bergen sorgt dabei für kühlere Temperaturen, während der See als Wärmespeicher fungiert. Das Obst erhält dadurch einen besonders charakteristischen Geschmack. Und das schmecken Sie dann auch in den Spezialitäten von Prinz, beispielsweise im Alten Bodensee-Apfel, der sich durch intensive Fruchtnoten und eine feine, schmackhafte Milde und Restsüße auszeichnet. Aber auch in den verschiedenen Obstlern finden Sie diese charakteristischen Besonderheiten des Bodenseeobstes.

TRADITIONELLER OBSTANBAU

Der Obstanbau ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Fein-Brennerei. Bei einem Gang durch den Obstgarten finden Sie deshalb nicht nur Jungpflanzen, sondern auch bis zu 130 Jahre alte Hochstammbäume, welche viel Pflege benötigen. Bereits vor dem Austrieb im Frühjahr wird der grobe Baumschnitt gemacht. Neben der ständigen Kontrolle der Blüten und der Fruchtausbildung dürfen unsere wichtigsten Helfer aus der Natur – die Bienen nicht fehlen. Denn nur durch ihre fleißigen Arbeiten entstehen aus den Blüten auch saftige Früchte.

GESUNDER BAUM, GESUNDE FRUCHT

Damit die Früchte optimal gedeihen können, müssen die Äste der Obstbäume regelmäßig ausgelichtet werden. Das betrifft aber nicht nur die Blätter, sondern auch die Fruchtansätze. Denn – weniger ist mehr und zwar auch beim Obst. Trägt ein Baum zu viele Früchte, sinkt deren Qualität. Das Obst bleibt zu klein, enthält weniger Inhaltsstoffe und somit auch weniger Geschmack. Aber genau den wollen wir schlussendlich ja für Sie in der Flasche haben. Aus diesem Grund entfernen unsere Obstspezialisten einen Teil der noch kleinen Früchte und sorgen so für eine qualitativ hochwertige Ernte. Und diese Qualität schmecken Sie dann auch in Ihrem Glas.

Streuobstwiesen erhalten

Um die Streuobstwiesen für unsere zukünftigen Generationen zu erhalten, werden von der Fein-Brennerei Prinz vielerlei Anstrengungen unternommen: vom eigenen Obstgarten, der komplett natürlich und autonom bewirtschaftet wird, bis hin zur Erntemaschine, mit der auf schonende Art und Weise Hochstammbäume abgeerntet werden können. 


Marillen in Korb werden vor der Weiterverarbeitung auf Qualität überprüftMarillen in Korb werden vor der Weiterverarbeitung auf Qualität überprüft

Kontrolle

VON FRUCHTEXPERTEN KONTROLLIERTES, HANDVERLESENES OBST

Sobald das Obst ankommt, prüfen wir die Reife und Qualität mit allen Sinnen: Aussehen, Geruch, Geschmack und tastbare Beschaffenheit. Bei größeren Lieferungen nehmen wir zusätzlich Stichproben für das Labor, um den Zucker- und Fruchtsäuregehalt zu bestimmen.

Nur gesundes Obst bleibt auf dem Band

Wenn die Fruchtexperten ihr Okay geben, landet das Obst kurz nach der Anlieferung auf dem Sortierband. Dort sortieren flinke Hände alle Früchte aus, die beschädigt sind oder braune Stellen haben. Das handverlesene Obst wird dann auf dem Band mit Trinkwasser abgespritzt.


Äpfel in Holzkisten bei Anlieferung in Prinz ObsthofÄpfel in Holzkisten bei Anlieferung in Prinz Obsthof

Verarbeitung

Wie wird das Obst verarbeitet?

Am Obsthof Leiblachtal werden die wertvollen Früchte mit viel Liebe und Erfahrung von Hand sortiert und mit dem Extraktor zu einer reinen Fruchtfleischmaische verarbeitet. In den temperaturkontrollierten Maischetanks wandeln die Hefezellen den natürlichen Fruchtzucker in Alkohol um. Um den vollen Fruchtgeschmack während der Gärung zu erhalten, ist eine kontrollierte Temperatur von 16 bis 18 °C notwendig. Nach ungefähr 8 Tagen ist die Maische bereit für den Brennkessel, um daraus edle Schnäpse und feinste Liköre werden zu lassen.

JEDES OBST WIRD SORTENTYPISCH VERARBEITET

Wir behandeln jede Obstsorte individuell, um deren vollen Geschmack und typischen Charakter zu erhalten. Beispielsweise lagern wir Williams-Birnen einige Tage in speziellen Kisten, wodurch alle gleichzeitig den idealen Reifegrad erreichen. Alle weiteren Arbeitsschritte sind ebenfalls auf die Besonderheiten der jeweiligen Obstsorte angepasst. Bis wir sie zu guter Letzt als Prinz Schnaps oder Likör abfüllen.

VON DER FRUCHT ZUR MAISCHE

Sobald das handverlesene Obst gewaschen ist, kommt es direkt in den Extraktor. Das Gerät ist vergleichbar mit der „Flotten Lotte“ in der Küche. Der Extraktor enthält Siebe und rotiert in hohem Tempo, sodass das Fruchtfleisch durch die Siebe gepresst wird. Je nach Obst variieren wir die Feinheit der Siebe. So trennen wir Stiele, Gehäuse und Kerne vom kostbaren Fruchtfleisch – selbst bei Himbeeren und Erdbeeren. Bei Kirschen und Pflaumen lassen wir jedoch kleine Kernstückchen durch die Siebe passieren, um die beliebten Mandelnoten im Destillat zu erhalten.

Das hochfeine Püree ist unsere Maische. Diese füllen wir in eigens entwickelte Gärtanks und geben Kulturhefen dazu. Unter Luftabschluss beginnen die Hefen, den Fruchtzucker in der Maische abzubauen. Bei dieser sogenannten alkoholischen Gärung entstehen Alkohol und Kohlendioxid.

LANGSAME GÄRUNG SCHONT DAS AROMA

Das Kohlendioxid lässt die Maische sprudeln, wobei auch Wasserdampf entsteht. Dieser enthält Geschmackstoffe aus der Maische. Damit der aromatische Dampf nicht über das Druckventil entweicht, kühlen wir die Maische sorgfältig. So kondensiert der Wasserdampf an der Innenwand des Gärbehälters und die Geschmackstoffe fließen wieder in die Maische. Die optimale Gärtemperatur und Gärdauer wird von der Obstsorte diktiert. Zum Beispiel brauchen es Hefen ein paar Grad wärmer, um gerbstoffhaltige Vogelbeeren-Maische vergären zu können. Nach 4 bis 12 Tagen haben die Hefen den Großteil des Fruchtzuckers in Alkohol umgewandelt und die Gärung wird gestoppt. Jetzt ist die Maische reif für den Brennkessel.

WARUM WIR MANCHES OBST IN ALKOHOL ANSETZEN

Einige Obstsorten wie Himbeeren enthalten wenig Zucker, weshalb die Alkoholausbeute beim Vergären sehr niedrig ausfällt. Deshalb setzen wir für Himbeerschnaps das Beerenpüree in Alkohol an.

Holunderblüten, Nüsse oder Kräuter haben generell zu wenig Zucker, sodass keine reine alkoholische Gärung stattfinden kann. Deshalb müssen wir diese grundsätzlich in Alkohol ansetzen.

Bei einigen Spezialitäten wie Enzian lassen wir die zuckerarme Maische erst einige Tage gären und setzten die Gärmaische danach noch mit Alkohol an.

Je nach Frucht oder Kraut gehen innerhalb von mehreren Tagen bis wenigen Wochen Geruch und Geschmacksnoten in den Alkohol über. Das sogenannte Mazerat destillieren wir dann wie eine Maische: unter Vakuum im bewährten Doppelbrandverfahren.

RÖSTEN UND DÖRREN FÜR PRINZ SCHNÄPSE

Einige Obstsorten wie Himbeeren enthalten wenig Zucker, weshalb die Alkoholausbeute beim Vergären sehr niedrig ausfällt. Deshalb setzen wir für Himbeerschnaps das Beerenpüree in Alkohol an.

Holunderblüten, Nüsse oder Kräuter haben generell zu wenig Zucker, sodass keine reine alkoholische Gärung stattfinden kann. Deshalb müssen wir diese grundsätzlich in Alkohol ansetzen.

Bei einigen Spezialitäten wie Enzian lassen wir die zuckerarme Maische erst einige Tage gären und setzten die Gärmaische danach noch mit Alkohol an.

Je nach Frucht oder Kraut gehen innerhalb von mehreren Tagen bis wenigen Wochen Geruch und Geschmacksnoten in den Alkohol über. Das sogenannte Mazerat destillieren wir dann wie eine Maische: unter Vakuum im bewährten Doppelbrandverfahren.