Blütezeit im Prinz Obstgarten
Wenn der Genuss seinen Anfang nimmt
Im Obstgarten des Obsthofs Leiblachtal liegt ein feiner Duft in der Luft. Weiße und rosafarbene Blüten bedecken die Bäume und verwandeln die Landschaft in ein blühendes Frühlingsmeer. Diese Zeit markiert den Beginn einer neuen Saison und lässt auf eine ertragreiche Obsternte hoffen. Denn genau hier wachsen saftige Äpfel, Williams-Christbirnen und Zwetschken, die in der Fein-Brennerei Prinz später zu hochwertigen Schnaps- und Likörspezialitäten verarbeitet werden.
Die Blütephase gehört zu den schönsten Momenten im Jahreslauf des Obstgartens. Sie ist der Startpunkt für die Entwicklung jener Früchte, aus denen später edle Destillate entstehen.
Entdeckungsreise durch den Prinz Obstgarten
Ein Klima, das Früchte prägt
Die Region rund um den Bodensee bietet ideale Voraussetzungen für den Obstbau. Die besonderen klimatischen Bedingungen tragen dazu bei, dass die Früchte einen charakteristischen Geschmack entwickeln. Diese Eigenschaften finden sich später auch in den Spezialitäten der Fein-Brennerei Prinz wieder. Ein Beispiel dafür ist die Alte Williams Christbirne mit ihren ausgeprägten Fruchtnote, ihrer feinen Milde und einer angenehmen Restsüße. Auch viele Obstler tragen diese charakteristische Handschrift der Bodenseeregion in sich. Erfahren Sie noch mehr Details zum besonderen Klima am Bodensee.
Obstbau mit Tradition


Der Obstbau hat bei Prinz seit jeher einen hohen Stellenwert. Schon zur Zeit der Gründung als Mosterei und Küferei engagierten sich unsere Vorfahren für die Pflege und den Erhalt der Obstbäume im Leiblachtal.
Wer heute durch den Obstgarten spaziert, entdeckt neben jungen Bäumen auch beeindruckende Hochstämme, die bis zu 190 Jahre alt sind. Sie stehen sinnbildlich für die lange Tradition und Erfahrung im Umgang mit wertvollen Rohstoffen.
Was bedeutet das für uns?
- Wir achten bei unseren Obstbäumen auf eine hohe Biodiversität, damit schützt sich die Natur schon sehr gut von selbst.
- Wir setzen auf hocharomatische Sorten, die eher später blühen. Somit können wir das Frostrisiko von Anfang an minimieren.
- Wir sorgen für einen gesunden Boden. Das bedeutet, dass wir auf eine möglichst geringe Bodenbelastung achten, damit ein luftiger und lebendiger Boden erhalten bleibt.
- Wir führen Gras, Laub und Holz, welches im Obstgarten anfällt, unseren Bäumen als Nährstoffe wieder zu. So geben wir der Natur das zurück, was sie selbst an Nährstoffen hervorbringt.
- Wir setzen neue Bäume in dieser Phase. Da der März und die Knospenzeit der ideale Zeitpunkt dafür ist.
Blütezeit im Prinz Obstgarten


Im Frühjahr zeigt sich der Obstgarten Jahr für Jahr in seiner eindrucksvollen Blütenpracht. Der grobe Baumschnitt erfolgt bereits im März während der Knospenzeit, noch bevor die Bäume austreiben. Anschließend richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Blüten und die ersten Fruchtansätze.
Die Rolle der Biene in der Blütenzeit
Dabei spielen auch unsere wichtigsten Helfer eine entscheidende Rolle: die Bienen. Während sie von Blüte zu Blüte fliegen, sammeln sie Nektar und Pollen als Nahrung für ihr Volk. Gleichzeitig übertragen sie Pollen von einer Blüte zur nächsten. Dieser Vorgang – die Bestäubung – sorgt dafür, dass sich aus den Blüten überhaupt Früchte entwickeln können. Ohne die fleißige Arbeit der Bienen würde ein Großteil der Blüten unbefruchtet bleiben und es könnten sich keine Früchte bilden. In unserem Obstgarten achten wir auf eine Mischkultur. Damit ist gewährleistet, dass die Bienen nicht nur die ersten Bäume bestäuben, sondern neugierig bleiben und jeden einzelnen Baum entdecken wollen.
Weniger Früchte – mehr Qualität


Bis zur Ernte ist jedoch noch einiges an Pflege notwendig. Damit sich die Früchte optimal entwickeln können, werden die Obstbäume regelmäßig ausgelichtet.
Das betrifft nicht nur die Blätter, sondern auch einen Teil der jungen Früchte. Denn auch im Obstbau gilt: Weniger ist oft mehr. Trägt ein Baum zu viele Früchte, bleiben diese meist kleiner und entwickeln weniger geschmackliche Intensität.
Aus diesem Grund entfernen die Obstbauingenieure einen Teil der Fruchtansätze. So kann der Baum seine Kraft auf weniger Früchte konzentrieren – und diese entwickeln eine besonders hohe Qualität. Genau diese Qualität möchten wir später für Sie in die Flasche bringen.
Vom Wissen, das sich unsere Experten Jahr für Jahr aneignen, profitieren auch unsere Obstbauern. Dieses Fachwissen wird kontinuierlich weitergegeben und in der Praxis angewendet – von der Pflege der Bäume bis zur optimalen Ernte. So stärken wir gemeinsam die Qualität unserer Produkte.
Entdeckungsreise durch den Prinz Obstgarten
Das Prinz Jahr im Überblick


Januar


Der Winterschnitt
Im Januar passiert bei uns der Winterschnitt für unsere Obstbäume. Nun ist Schonzeit im Obstgarten. Die Pflanzen können sich regenerieren und durch den Schnitt neue Kraft tanken um starke Triebe zu bekommen. Somit geht die Energie der Pflanze in die Frucht und nicht ins Holz.
Februar


Ernte
Der Bodensee und sein Klima
Warum in der Bodenseeregion besondere Äpfel und Birnen wachsen - Bodensee als natürlicher Klimaregulator (Wärmespeicher), mildes Klima, viele Sonnenstunden, ideale Bodenbedingungen, überdurchschnittlich hohe Niederschlagswerte, Voralpenklima, kalte raue Nächte, warme Sonnenverwöhnte Tage, nährstoffreiche Böden (sehr Humus-Lehm lastig)
März


Kontrolle
Knospenzeit
Knospenzeit - eine der wichtigsten Phasen, in denen der Baum vom Winterschlaf erwacht und seine volle Kraft durch die Frühjahrswärme in neue Knospen, später Blüte, setzt.
April


Verarbeitung
Blütezeit
Ein kurzer Moment mit großer Bedeutung
Warum die Obstblüte so entscheidend ist, wie Wetter und Bienen die Ernte beeinflussen und warum man jetzt besonders aufmerksam ist. Williams-Bäume sind Befruchterbäume, ohne eine Bestäubung einer anderen Sorte kommt keine Blüte, das ist dies, was insbesondere Obstbäume auch sehr lebenswert für Insekten (Bienen, Hummeln, etc.) macht. Es ist eine wahre Freude während der Blütenzeit der Natur zuzusehen, wie sie sich gegenseitig unterstützt und das leben in den Obstplantagen jeden Tag von neuem erweckt wird. Garnicht zu denken an den feinen Obstblütenhonig.


Blütezeit
BESONDERES KLIMA
Die klimatischen Bedingungen am Bodensee sind gemeinhin sehr günstig für den Obstanbau. Ein großer Teil der Obstbauern, von denen wir Früchte beziehen, arbeitet in dieser Region. Die Nähe zu den Bergen sorgt dabei für kühlere Temperaturen, während der See als Wärmespeicher fungiert. Das Obst erhält dadurch einen besonders charakteristischen Geschmack. Und das schmecken Sie dann auch in den Spezialitäten von Prinz, beispielsweise im Alten Bodensee-Apfel, der sich durch intensive Fruchtnoten und eine feine, schmackhafte Milde und Restsüße auszeichnet. Aber auch in den verschiedenen Obstlern finden Sie diese charakteristischen Besonderheiten des Bodenseeobstes.
TRADITIONELLER OBSTANBAU
Der Obstanbau ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Fein-Brennerei. Bei einem Gang durch den Obstgarten finden Sie deshalb nicht nur Jungpflanzen, sondern auch bis zu 130 Jahre alte Hochstammbäume, welche viel Pflege benötigen. Bereits vor dem Austrieb im Frühjahr wird der grobe Baumschnitt gemacht. Neben der ständigen Kontrolle der Blüten und der Fruchtausbildung dürfen unsere wichtigsten Helfer aus der Natur – die Bienen nicht fehlen. Denn nur durch ihre fleißigen Arbeiten entstehen aus den Blüten auch saftige Früchte.
GESUNDER BAUM, GESUNDE FRUCHT
Damit die Früchte optimal gedeihen können, müssen die Äste der Obstbäume regelmäßig ausgelichtet werden. Das betrifft aber nicht nur die Blätter, sondern auch die Fruchtansätze. Denn – weniger ist mehr und zwar auch beim Obst. Trägt ein Baum zu viele Früchte, sinkt deren Qualität. Das Obst bleibt zu klein, enthält weniger Inhaltsstoffe und somit auch weniger Geschmack. Aber genau den wollen wir schlussendlich ja für Sie in der Flasche haben. Aus diesem Grund entfernen unsere Obstspezialisten einen Teil der noch kleinen Früchte und sorgen so für eine qualitativ hochwertige Ernte. Und diese Qualität schmecken Sie dann auch in Ihrem Glas.
Streuobstwiesen erhalten
Um die Streuobstwiesen für unsere zukünftigen Generationen zu erhalten, werden von der Fein-Brennerei Prinz vielerlei Anstrengungen unternommen: vom eigenen Obstgarten, der komplett natürlich und autonom bewirtschaftet wird, bis hin zur Erntemaschine, mit der auf schonende Art und Weise Hochstammbäume abgeerntet werden können.


Kontrolle
VON FRUCHTEXPERTEN KONTROLLIERTES, HANDVERLESENES OBST
Sobald das Obst ankommt, prüfen wir die Reife und Qualität mit allen Sinnen: Aussehen, Geruch, Geschmack und tastbare Beschaffenheit. Bei größeren Lieferungen nehmen wir zusätzlich Stichproben für das Labor, um den Zucker- und Fruchtsäuregehalt zu bestimmen.
Nur gesundes Obst bleibt auf dem Band
Wenn die Fruchtexperten ihr Okay geben, landet das Obst kurz nach der Anlieferung auf dem Sortierband. Dort sortieren flinke Hände alle Früchte aus, die beschädigt sind oder braune Stellen haben. Das handverlesene Obst wird dann auf dem Band mit Trinkwasser abgespritzt.


Verarbeitung
Wie wird das Obst verarbeitet?
Am Obsthof Leiblachtal werden die wertvollen Früchte mit viel Liebe und Erfahrung von Hand sortiert und mit dem Extraktor zu einer reinen Fruchtfleischmaische verarbeitet. In den temperaturkontrollierten Maischetanks wandeln die Hefezellen den natürlichen Fruchtzucker in Alkohol um. Um den vollen Fruchtgeschmack während der Gärung zu erhalten, ist eine kontrollierte Temperatur von 16 bis 18 °C notwendig. Nach ungefähr 8 Tagen ist die Maische bereit für den Brennkessel, um daraus edle Schnäpse und feinste Liköre werden zu lassen.
JEDES OBST WIRD SORTENTYPISCH VERARBEITET
Wir behandeln jede Obstsorte individuell, um deren vollen Geschmack und typischen Charakter zu erhalten. Beispielsweise lagern wir Williams-Birnen einige Tage in speziellen Kisten, wodurch alle gleichzeitig den idealen Reifegrad erreichen. Alle weiteren Arbeitsschritte sind ebenfalls auf die Besonderheiten der jeweiligen Obstsorte angepasst. Bis wir sie zu guter Letzt als Prinz Schnaps oder Likör abfüllen.
VON DER FRUCHT ZUR MAISCHE
Sobald das handverlesene Obst gewaschen ist, kommt es direkt in den Extraktor. Das Gerät ist vergleichbar mit der „Flotten Lotte“ in der Küche. Der Extraktor enthält Siebe und rotiert in hohem Tempo, sodass das Fruchtfleisch durch die Siebe gepresst wird. Je nach Obst variieren wir die Feinheit der Siebe. So trennen wir Stiele, Gehäuse und Kerne vom kostbaren Fruchtfleisch – selbst bei Himbeeren und Erdbeeren. Bei Kirschen und Pflaumen lassen wir jedoch kleine Kernstückchen durch die Siebe passieren, um die beliebten Mandelnoten im Destillat zu erhalten.
Das hochfeine Püree ist unsere Maische. Diese füllen wir in eigens entwickelte Gärtanks und geben Kulturhefen dazu. Unter Luftabschluss beginnen die Hefen, den Fruchtzucker in der Maische abzubauen. Bei dieser sogenannten alkoholischen Gärung entstehen Alkohol und Kohlendioxid.
LANGSAME GÄRUNG SCHONT DAS AROMA
Das Kohlendioxid lässt die Maische sprudeln, wobei auch Wasserdampf entsteht. Dieser enthält Geschmackstoffe aus der Maische. Damit der aromatische Dampf nicht über das Druckventil entweicht, kühlen wir die Maische sorgfältig. So kondensiert der Wasserdampf an der Innenwand des Gärbehälters und die Geschmackstoffe fließen wieder in die Maische. Die optimale Gärtemperatur und Gärdauer wird von der Obstsorte diktiert. Zum Beispiel brauchen es Hefen ein paar Grad wärmer, um gerbstoffhaltige Vogelbeeren-Maische vergären zu können. Nach 4 bis 12 Tagen haben die Hefen den Großteil des Fruchtzuckers in Alkohol umgewandelt und die Gärung wird gestoppt. Jetzt ist die Maische reif für den Brennkessel.
WARUM WIR MANCHES OBST IN ALKOHOL ANSETZEN
Einige Obstsorten wie Himbeeren enthalten wenig Zucker, weshalb die Alkoholausbeute beim Vergären sehr niedrig ausfällt. Deshalb setzen wir für Himbeerschnaps das Beerenpüree in Alkohol an.
Holunderblüten, Nüsse oder Kräuter haben generell zu wenig Zucker, sodass keine reine alkoholische Gärung stattfinden kann. Deshalb müssen wir diese grundsätzlich in Alkohol ansetzen.
Bei einigen Spezialitäten wie Enzian lassen wir die zuckerarme Maische erst einige Tage gären und setzten die Gärmaische danach noch mit Alkohol an.
Je nach Frucht oder Kraut gehen innerhalb von mehreren Tagen bis wenigen Wochen Geruch und Geschmacksnoten in den Alkohol über. Das sogenannte Mazerat destillieren wir dann wie eine Maische: unter Vakuum im bewährten Doppelbrandverfahren.
RÖSTEN UND DÖRREN FÜR PRINZ SCHNÄPSE
Einige Obstsorten wie Himbeeren enthalten wenig Zucker, weshalb die Alkoholausbeute beim Vergären sehr niedrig ausfällt. Deshalb setzen wir für Himbeerschnaps das Beerenpüree in Alkohol an.
Holunderblüten, Nüsse oder Kräuter haben generell zu wenig Zucker, sodass keine reine alkoholische Gärung stattfinden kann. Deshalb müssen wir diese grundsätzlich in Alkohol ansetzen.
Bei einigen Spezialitäten wie Enzian lassen wir die zuckerarme Maische erst einige Tage gären und setzten die Gärmaische danach noch mit Alkohol an.
Je nach Frucht oder Kraut gehen innerhalb von mehreren Tagen bis wenigen Wochen Geruch und Geschmacksnoten in den Alkohol über. Das sogenannte Mazerat destillieren wir dann wie eine Maische: unter Vakuum im bewährten Doppelbrandverfahren.
