Klima am Bodensee
Einzigartiges Klima am Bodensee
Das Obst für die Brennerei stammt zu einem großen Teil aus dem Umkreis (ca. 150 km) des Leiblachtals, denn das Klima am Bodensee gilt seit Jahrhunderten als eines der besten für Obstanbaugebiete, und das aus gutem Grund. Mehrere natürliche Faktoren wirken hier zusammen und schaffen Bedingungen, die für Obstbäume ideal sind.
Durch das Zusammenspiel aus Wärmespeicherung des Sees, vielen Sonnenstunden, ausgewogener Luftfeuchtigkeit, fruchtbaren Böden und günstigen Temperaturunterschieden entsteht rund um den Bodensee ein einzigartiges Mikroklima. Es ermöglicht eine große Sortenvielfalt und sorgt dafür, dass Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und viele weitere Früchte hier besonders gut gedeihen und ihre typischen geschmacklichen Eigenschaften entfalten können.
Einflussfaktor Bodensee
Als großes Gewässer funktioniert der Bodensee wie ein natürlicher Wärmespeicher. Im Sommer nimmt das Wasser Wärme auf, im Herbst und Winter gibt es sie nur langsam wieder ab. Dadurch werden starke Temperaturschwankungen ausgeglichen. Das heißt besonders im Spätwinter und im frühen Frühjahr schützt dieser Effekt die Obstbäume vor extremem Frost. Die Gefahr von Frostschäden an Knospen und jungen Trieben ist deutlich geringer als in weiter vom See entfernten Regionen.
Viel Sonnenschein
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Anzahl an Sonnenstunden. Über 2.000 Sonnenstunden gibt es jährlich in der Bodenseeregion. Viel Licht ist entscheidend für das Wachstum, die Fruchtbildung und die Ausbildung von Zucker und Aromen. Obst aus der Bodenseeregion zeichnet sich daher häufig durch einen besonders intensiven und vollmundigen Geschmack aus.
Luftfeuchtigkeit
Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle. Der See sorgt für ein ausgeglichenes, leicht feuchtes Mikroklima, das die Bäume vor zu starker Austrocknung schützt. Gleichzeitig verhindern regelmäßige Luftbewegungen Staunässe und extreme Schwüle. Dieses Gleichgewicht trägt dazu bei, dass die Bäume gesund bleiben und anspruchsvolle Phasen unbeschadet überstehen.
Bodenbeschaffenheit
Neben dem Klima sind auch die Böden der Region von großer Bedeutung. Unsere Obstbäume wachsen auf nährstoffreichen, humus- und lehmhaltigen Böden, die Wasser gut speichern können und gleichzeitig ausreichend durchlüftet sind. Diese Kombination versorgt die Wurzeln optimal mit Nährstoffen und Feuchtigkeit, ohne dass es zu Staunässe kommt. So finden Obstbäume ideale Wachstumsbedingungen vor.
Voralpenklima
Hinzu kommt das sogenannte Voralpenklima: Warme Tage und vergleichsweise milde Nächte während der Reifezeit sorgen dafür, dass sich Zucker und Säuren in den Früchten besonders ausgewogen entwickeln. Dieser Temperaturunterschied ist ein entscheidender Faktor für Geschmack, Frische und Haltbarkeit vieler Obstsorten.
Obst aus dem Leiblachtal
Das Obst für die Brennerei stammt zu einem großen Teil aus dem Umkreis (ca. 150 km) des Leiblachtals, aus dem hauptsächlich Äpfel und Birnen bezogen werden.


Obst aus den eigenen Obstgärten
In unseren biodynamisch bewirtschafteten Obstquartieren und Streuobstwiesen rund um Hörbranz nutzen wir gezielt die besonderen klimatischen Bedingungen der Bodenseeregion. Unser Ziel ist es, dieses natürliche Klima bestmöglich zu verstehen und für unsere Obstgärten optimal zu nutzen. Dabei legen wir großen Wert auf einen Anbau im Einklang mit der Natur. Die Sorgfalt, mit der wir unsere Bäume hegen und pflegen, spiegelt sich in der besonderen Qualität unseres Obstes wider.
Unsere Quartiere:
- Williams-Quartier: Hier wächst die edelste aller Birnen, die beliebte Williams-Christbirne. In unseren biodynamisch bewirtschafteten Obstquartieren legen wir großen Wert auf den Obstbau im Einklang mit der Natur.
- Gravensteiner-Quartier: Aufgrund seiner Ergiebigkeit kann der süß-säuerliche Gravensteiner Apfel vielfältig verwendet werden. Die Böden sowie die klimatischen Bedingungen im Leiblachtal bieten der alten Apfelsorte optimale Voraussetzungen.
- Holunder-Quartier: Für unseren Holunderblüten Likör kommen frisch gepflückte Blüten von eigenen Holundersträuchern zum Einsatz. Die Ernte erfolgt in echter Handarbeit. In einem kurzen Zeitfenster im Frühsommer wird jede einzelne Dolde behutsam von Hand gesammelt, genau dann, wenn die Blüten voll sind mit feinem, gelben Blütenstaub.
- Streuobstwiesen: Eine bunte Mischung aus Äpfel-, Birnen-, Kirsch- oder Zwetschkenbäumen, die verstreut in der Landschaft stehen, nennt man Streuobstanbau. Streuobstwiesen bestehen aus hochstämmigen Obstbäumen.
Natürliche Dünger
Im Prinz Obstgarten verwenden wir vor allem natürliche Dünger wie Pferdemist, Rasenschnitt und Laub. Die versorgen die Bäume optimal und erfreuen alle Bodenbewohner – vom Regenwurm bis zur Bodenbakterien.
Natürliche Bewässerung
Die Bodenseeregion ist bekannt durch sein warmes Klima in Kombination mit der hohen Niederschlagsmenge. Dies macht den Obstanbau am Bodensee auch so besonders und zusätzliche Bewässerung ist nicht nötig.
Biologisch & Ökologisch
Wir erzeugen Obst nach biologischen Richtlinien und schützen die Bäume mit ökologischen Maßnahmen. Das macht unsere Obstgärten zum Paradies für Nutzinsekten.
Winterschnitt – der erste Schritt im neuen Jahr zum guten Schnaps
Das Prinz Jahr im Überblick


Januar


Der Winterschnitt
Im Januar passiert bei uns der Winterschnitt für unsere Obstbäume. Nun ist Schonzeit im Obstgarten. Die Pflanzen können sich regenerieren und durch den Schnitt neue Kraft tanken um starke Triebe zu bekommen. Somit geht die Energie der Pflanze in die Frucht und nicht ins Holz.
Februar


Ernte
Der Bodensee und sein Klima
Warum in der Bodenseeregion besondere Äpfel und Birnen wachsen - Bodensee als natürlicher Klimaregulator (Wärmespeicher), mildes Klima, viele Sonnenstunden, ideale Bodenbedingungen, überdurchschnittlich hohe Niederschlagswerte, Voralpenklima, kalte raue Nächte, warme Sonnenverwöhnte Tage, nährstoffreiche Böden (sehr Humus-Lehm lastig)
März


Kontrolle
Knospenzeit
Knospenzeit - eine der wichtigsten Phasen, in denen der Baum vom Winterschlaf erwacht und seine volle Kraft durch die Frühjahrswärme in neue Knospen, später Blüte, setzt.
April


Verarbeitung
Blütezeit
Ein kurzer Moment mit großer Bedeutung
Warum die Obstblüte so entscheidend ist, wie Wetter und Bienen die Ernte beeinflussen und warum man jetzt besonders aufmerksam ist. Williams-Bäume sind Befruchterbäume, ohne eine Bestäubung einer anderen Sorte kommt keine Blüte, das ist dies, was insbesondere Obstbäume auch sehr lebenswert für Insekten (Bienen, Hummeln, etc.) macht. Es ist eine wahre Freude während der Blütenzeit der Natur zuzusehen, wie sie sich gegenseitig unterstützt und das leben in den Obstplantagen jeden Tag von neuem erweckt wird. Garnicht zu denken an den feinen Obstblütenhonig.


Blütezeit
BESONDERES KLIMA
Die klimatischen Bedingungen am Bodensee sind gemeinhin sehr günstig für den Obstanbau. Ein großer Teil der Obstbauern, von denen wir Früchte beziehen, arbeitet in dieser Region. Die Nähe zu den Bergen sorgt dabei für kühlere Temperaturen, während der See als Wärmespeicher fungiert. Das Obst erhält dadurch einen besonders charakteristischen Geschmack. Und das schmecken Sie dann auch in den Spezialitäten von Prinz, beispielsweise im Alten Bodensee-Apfel, der sich durch intensive Fruchtnoten und eine feine, schmackhafte Milde und Restsüße auszeichnet. Aber auch in den verschiedenen Obstlern finden Sie diese charakteristischen Besonderheiten des Bodenseeobstes.
TRADITIONELLER OBSTANBAU
Der Obstanbau ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Fein-Brennerei. Bei einem Gang durch den Obstgarten finden Sie deshalb nicht nur Jungpflanzen, sondern auch bis zu 130 Jahre alte Hochstammbäume, welche viel Pflege benötigen. Bereits vor dem Austrieb im Frühjahr wird der grobe Baumschnitt gemacht. Neben der ständigen Kontrolle der Blüten und der Fruchtausbildung dürfen unsere wichtigsten Helfer aus der Natur – die Bienen nicht fehlen. Denn nur durch ihre fleißigen Arbeiten entstehen aus den Blüten auch saftige Früchte.
GESUNDER BAUM, GESUNDE FRUCHT
Damit die Früchte optimal gedeihen können, müssen die Äste der Obstbäume regelmäßig ausgelichtet werden. Das betrifft aber nicht nur die Blätter, sondern auch die Fruchtansätze. Denn – weniger ist mehr und zwar auch beim Obst. Trägt ein Baum zu viele Früchte, sinkt deren Qualität. Das Obst bleibt zu klein, enthält weniger Inhaltsstoffe und somit auch weniger Geschmack. Aber genau den wollen wir schlussendlich ja für Sie in der Flasche haben. Aus diesem Grund entfernen unsere Obstspezialisten einen Teil der noch kleinen Früchte und sorgen so für eine qualitativ hochwertige Ernte. Und diese Qualität schmecken Sie dann auch in Ihrem Glas.
Streuobstwiesen erhalten
Um die Streuobstwiesen für unsere zukünftigen Generationen zu erhalten, werden von der Fein-Brennerei Prinz vielerlei Anstrengungen unternommen: vom eigenen Obstgarten, der komplett natürlich und autonom bewirtschaftet wird, bis hin zur Erntemaschine, mit der auf schonende Art und Weise Hochstammbäume abgeerntet werden können.


Kontrolle
VON FRUCHTEXPERTEN KONTROLLIERTES, HANDVERLESENES OBST
Sobald das Obst ankommt, prüfen wir die Reife und Qualität mit allen Sinnen: Aussehen, Geruch, Geschmack und tastbare Beschaffenheit. Bei größeren Lieferungen nehmen wir zusätzlich Stichproben für das Labor, um den Zucker- und Fruchtsäuregehalt zu bestimmen.
Nur gesundes Obst bleibt auf dem Band
Wenn die Fruchtexperten ihr Okay geben, landet das Obst kurz nach der Anlieferung auf dem Sortierband. Dort sortieren flinke Hände alle Früchte aus, die beschädigt sind oder braune Stellen haben. Das handverlesene Obst wird dann auf dem Band mit Trinkwasser abgespritzt.


Verarbeitung
Wie wird das Obst verarbeitet?
Am Obsthof Leiblachtal werden die wertvollen Früchte mit viel Liebe und Erfahrung von Hand sortiert und mit dem Extraktor zu einer reinen Fruchtfleischmaische verarbeitet. In den temperaturkontrollierten Maischetanks wandeln die Hefezellen den natürlichen Fruchtzucker in Alkohol um. Um den vollen Fruchtgeschmack während der Gärung zu erhalten, ist eine kontrollierte Temperatur von 16 bis 18 °C notwendig. Nach ungefähr 8 Tagen ist die Maische bereit für den Brennkessel, um daraus edle Schnäpse und feinste Liköre werden zu lassen.
JEDES OBST WIRD SORTENTYPISCH VERARBEITET
Wir behandeln jede Obstsorte individuell, um deren vollen Geschmack und typischen Charakter zu erhalten. Beispielsweise lagern wir Williams-Birnen einige Tage in speziellen Kisten, wodurch alle gleichzeitig den idealen Reifegrad erreichen. Alle weiteren Arbeitsschritte sind ebenfalls auf die Besonderheiten der jeweiligen Obstsorte angepasst. Bis wir sie zu guter Letzt als Prinz Schnaps oder Likör abfüllen.
VON DER FRUCHT ZUR MAISCHE
Sobald das handverlesene Obst gewaschen ist, kommt es direkt in den Extraktor. Das Gerät ist vergleichbar mit der „Flotten Lotte“ in der Küche. Der Extraktor enthält Siebe und rotiert in hohem Tempo, sodass das Fruchtfleisch durch die Siebe gepresst wird. Je nach Obst variieren wir die Feinheit der Siebe. So trennen wir Stiele, Gehäuse und Kerne vom kostbaren Fruchtfleisch – selbst bei Himbeeren und Erdbeeren. Bei Kirschen und Pflaumen lassen wir jedoch kleine Kernstückchen durch die Siebe passieren, um die beliebten Mandelnoten im Destillat zu erhalten.
Das hochfeine Püree ist unsere Maische. Diese füllen wir in eigens entwickelte Gärtanks und geben Kulturhefen dazu. Unter Luftabschluss beginnen die Hefen, den Fruchtzucker in der Maische abzubauen. Bei dieser sogenannten alkoholischen Gärung entstehen Alkohol und Kohlendioxid.
LANGSAME GÄRUNG SCHONT DAS AROMA
Das Kohlendioxid lässt die Maische sprudeln, wobei auch Wasserdampf entsteht. Dieser enthält Geschmackstoffe aus der Maische. Damit der aromatische Dampf nicht über das Druckventil entweicht, kühlen wir die Maische sorgfältig. So kondensiert der Wasserdampf an der Innenwand des Gärbehälters und die Geschmackstoffe fließen wieder in die Maische. Die optimale Gärtemperatur und Gärdauer wird von der Obstsorte diktiert. Zum Beispiel brauchen es Hefen ein paar Grad wärmer, um gerbstoffhaltige Vogelbeeren-Maische vergären zu können. Nach 4 bis 12 Tagen haben die Hefen den Großteil des Fruchtzuckers in Alkohol umgewandelt und die Gärung wird gestoppt. Jetzt ist die Maische reif für den Brennkessel.
WARUM WIR MANCHES OBST IN ALKOHOL ANSETZEN
Einige Obstsorten wie Himbeeren enthalten wenig Zucker, weshalb die Alkoholausbeute beim Vergären sehr niedrig ausfällt. Deshalb setzen wir für Himbeerschnaps das Beerenpüree in Alkohol an.
Holunderblüten, Nüsse oder Kräuter haben generell zu wenig Zucker, sodass keine reine alkoholische Gärung stattfinden kann. Deshalb müssen wir diese grundsätzlich in Alkohol ansetzen.
Bei einigen Spezialitäten wie Enzian lassen wir die zuckerarme Maische erst einige Tage gären und setzten die Gärmaische danach noch mit Alkohol an.
Je nach Frucht oder Kraut gehen innerhalb von mehreren Tagen bis wenigen Wochen Geruch und Geschmacksnoten in den Alkohol über. Das sogenannte Mazerat destillieren wir dann wie eine Maische: unter Vakuum im bewährten Doppelbrandverfahren.
RÖSTEN UND DÖRREN FÜR PRINZ SCHNÄPSE
Einige Obstsorten wie Himbeeren enthalten wenig Zucker, weshalb die Alkoholausbeute beim Vergären sehr niedrig ausfällt. Deshalb setzen wir für Himbeerschnaps das Beerenpüree in Alkohol an.
Holunderblüten, Nüsse oder Kräuter haben generell zu wenig Zucker, sodass keine reine alkoholische Gärung stattfinden kann. Deshalb müssen wir diese grundsätzlich in Alkohol ansetzen.
Bei einigen Spezialitäten wie Enzian lassen wir die zuckerarme Maische erst einige Tage gären und setzten die Gärmaische danach noch mit Alkohol an.
Je nach Frucht oder Kraut gehen innerhalb von mehreren Tagen bis wenigen Wochen Geruch und Geschmacksnoten in den Alkohol über. Das sogenannte Mazerat destillieren wir dann wie eine Maische: unter Vakuum im bewährten Doppelbrandverfahren.
